EZB-Pause bei 2,25 Prozent: Was Sparer bis zur September-Sitzung tun sollten
Bernhard Rieder · 16. August 2026

Zins in fünf Minuten prüfen
Schreib deinen aktuellen Tagesgeldzins auf und stell ihn dem Marktbesten gegenüber. Schon ein halber Prozentpunkt mehr macht bei 20.000 Euro rund 100 Euro Zins im Jahr aus.
Zinsvergleich öffnen →Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 23. Juli 2026 die Leitzinsen unverändert gelassen. Der Einlagensatz (Hauptrefinanzierungssatz) bleibt bei 2,25 Prozent, der Kreditzinssatz bei 2,65 Prozent und der Einlagenzins für Banken bei 2,40 Prozent. Im Juni hatte die EZB noch um 25 Basispunkte gesenkt – jetzt folgt eine Pause.
Nächster Termin: 10. September 2026. Bis dahin bleibt der Leitzins voraussichtlich auf dem aktuellen Niveau. Für Sparer heißt das: Keine weitere Senkung in Sicht, aber auch kein Anstieg. Die Frage ist weniger „Wann sinkt der Leitzins?“, sondern „Was bekomme ich auf meinem Konto?“
Tagesgeld liegt oft über dem Leitzins – wenn man vergleicht. Banken und Plattformen werben mit Aktionszinsen, die den EZB-Einlagensatz übersteigen. Auf der Plattform Raisin lagen laut August-Angaben Tagesgeld bis 3,00 Prozent und Festgeld bis 3,60 Prozent – jeweils abhängig von Anbieter, Laufzeit und Obergrenze. Das sind Marktangebote, keine Garantie für alle Konten.
Trade Republic: 2,25 Prozent – mit Haken. Medien wie *Computer Bild* berichten von 2,25 Prozent auf dem Verrechnungskonto – allerdings nur nach Aktivierung, variabel und unter bestimmten Bedingungen. Der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat zudem Vergleichsangebote und Abwicklungsfragen thematisiert. Lies die Konditionen, bevor du umschichtest.
Was ein kurzer Check bringt: Notiere deinen aktuellen Zins, vergleiche ihn mit dem Marktbesten und dem EZB-Niveau. Liegt dein Konto deutlich darunter, ist ein Wechsel oft der einfachste Hebel – ohne auf die nächste EZB-Sitzung zu warten. Der Notgroschen gehört auf Tagesgeld; länger gebundenes Geld eher auf Festgeld.
Kein Rat, sondern Orientierung: Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung. Zinsen ändern sich, Aktionsfristen laufen ab, Einlagensicherung und Steuern (Freistellungsauftrag) bleiben deine Pflicht. Nutze den Zinsvergleich in der Rubrik Sparen und halte dein Budget im Blick.
Fazit: Die EZB-Pause bei 2,25 Prozent stabilisiert die Erwartungen – aber dein Kontozins hängt vom Anbieter ab. Vergleichen lohnt sich jetzt, nicht erst nach dem 10. September.
SparenJetzt selbst rechnen: Zinsvergleich →Quellen
Häufige Fragen
Tagesgeld oder Festgeld – was ist besser?
Tagesgeld ist jederzeit verfügbar und eignet sich für den Notgroschen; Festgeld bringt für fest gebundenes Geld meist etwas mehr Zins. Viele kombinieren beides. Der Zinsvergleich zeigt dir den aktuellen Abstand zum Bestzins.
Woran erkenne ich einen guten Sparzins?
Vergleiche deinen Zins mit dem offiziellen Marktdurchschnitt (EZB/Bundesbank) und dem aktuellen Bestzins. Liegt dein Konto deutlich darunter, lohnt ein Wechsel – die Analyse macht den Abstand sichtbar.
Ist der Zinsvergleich kostenlos?
Ja, der Vergleich und die Analyse sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.


