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Der Notgroschen: Wie viel Reserve wirklich sinnvoll ist

rieder-enterprises · 28. Mai 2026

Person legt Geldscheine in ein beschriftetes Notgroschen-Sparglas
Drei bis sechs Nettogehälter auf dem Tagesgeldkonto – diese Faustregel kennt fast jeder. Wir ordnen ein, wann mehr oder weniger sinnvoll ist.
Empfehlung der Redaktion

Automatisiere das Polster

Richte einen Dauerauftrag auf ein separates Tagesgeldkonto ein – direkt nach dem Gehaltseingang. Was zuerst gespart wird, fehlt im Alltag nicht. Schon 100 € im Monat ergeben in einem Jahr 1.200 € Reserve.

Vergleiche Tagesgeldzinsen für dein Notgroschen-Konto.

Bevor es ans Investieren geht, gehört ein finanzielles Polster aufgebaut. Der Notgroschen fängt unerwartete Ausgaben ab – von der Autoreparatur bis zum Jobverlust – ohne dass du Wertpapiere zur Unzeit verkaufen musst.

Wie viel ist genug? Als Richtwert gelten drei bis sechs Nettomonatsausgaben. Entscheidend sind die Ausgaben, nicht das Gehalt: Wer günstig lebt, braucht weniger. Die Tabelle unten zeigt sinnvolle Größen je Lebenssituation.

Verfügbarkeit schlägt Rendite. Der Notgroschen gehört auf ein jederzeit verfügbares Tagesgeldkonto – nicht in Aktien, Fonds oder Krypto. Ein bisschen Zins ist ein Bonus; das eigentliche Ziel ist, dass das Geld da ist, wenn du es brauchst.

Getrennt vom Alltagskonto. Lege die Reserve auf ein separates Konto, idealerweise bei einer anderen Bank. Was du nicht ständig siehst, gibst du seltener nebenbei aus.

So baust du ihn auf. Starte mit einem Dauerauftrag direkt nach dem Gehaltseingang („pay yourself first“). Schon 50 bis 150 € im Monat summieren sich. Sondereinnahmen wie Bonus oder Steuererstattung beschleunigen den Aufbau.

Erst Polster, dann investieren – mit einer Ausnahme. Teure Konsumschulden (Dispo, Kreditkarte) greifst du parallel an, weil ihr Zins fast jede Sparrendite übersteigt. Sinnvolle Reihenfolge: erst ein kleines Start-Polster (etwa 1.000 €), dann teure Schulden tilgen, dann die Reserve voll auffüllen.

Den passenden Tagesgeldzins findest du im Vergleich; im Analyse-Tab siehst du, ob dein Notgroschen marktgerecht verzinst ist.

SparenJetzt selbst rechnen: Zinsvergleich

Wie groß sollte dein Notgroschen sein?

SituationEmpfehlungBeispiel bei 2.000 € Ausgaben/Monat
Sicherer Job, keine Verpflichtungen3 Monatsausgaben6.000 €
Familie / Wohneigentum4–6 Monatsausgaben8.000–12.000 €
Selbstständig / schwankendes Einkommen6–12 Monatsausgaben12.000–24.000 €

Quellen

Häufige Fragen

Tagesgeld oder Festgeld – was ist besser?

Tagesgeld ist jederzeit verfügbar und eignet sich für den Notgroschen; Festgeld bringt für fest gebundenes Geld meist etwas mehr Zins. Viele kombinieren beides. Der Zinsvergleich zeigt dir den aktuellen Abstand zum Bestzins.

Woran erkenne ich einen guten Sparzins?

Vergleiche deinen Zins mit dem offiziellen Marktdurchschnitt (EZB/Bundesbank) und dem aktuellen Bestzins. Liegt dein Konto deutlich darunter, lohnt ein Wechsel – die Analyse macht den Abstand sichtbar.

Ist der Zinsvergleich kostenlos?

Ja, der Vergleich und die Analyse sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.