Selbstständig
Gewerbe anmelden, Rechtsform wählen, Rechnungen und Umsatzsteuer verstehen – für Österreich und Deutschland. Finanzmagazin, kein Startup-Blog.
Geschäftskonto · Deutschland
Geschäftskonten im Vergleich
Eigenes Unternehmen – legal und ohne Overhead
Selbstständigkeit beginnt nicht mit Pitch-Decks, sondern mit der richtigen Anmeldung: In Österreich bei der Gewerbebehörde (oft über GISA oder USP), in Deutschland beim Gewerbeamt deiner Kommune. Freiberufler nach § 18 EStG in DE brauchen kein Gewerbe – sie melden sich beim Finanzamt.
Als Solo reicht meist Einzelunternehmen oder e.K.; GmbH und FlexCo nur, wenn Haftung oder Investoren es wirklich verlangen. Digitale Tätigkeiten (Rechnungen, Kleinunternehmer, UID) gehören in diese Rubrik – nicht in ein separates „Online-Business“-Menü.
Parallel lohnt der Blick in Steuern (Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Geschäftskonto) und Versicherungen (Betriebshaftpflicht, BU). Im Magazin findest du Schritt-für-Schritt-Artikel mit Links zu WKO, BMWK und USP.

Gewerbeanmeldung: Österreich (WKO, GISA) und Deutschland (Gewerbeamt)
Wo du anmeldest, was WKO und IHK tun und welche Gebühren in AT und DE realistisch sind – mit offiziellen Wegen über GISA, USP und das Gewerbeamt.
7 Min. Lesezeit
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Häufige Fragen
Was kostet die Gewerbeanmeldung?
In Österreich ist die Gewerbeanmeldung beim Bund grundsätzlich gebührenfrei (§ 333a GewO 1994) – prüfe auf der Seite deiner Bezirkshauptmannschaft oder Magistratsstelle, ob lokale Zusatzkosten (z. B. optionale Veröffentlichung) anfallen. In Deutschland legt jede Kommune die Verwaltungsgebühr selbst fest; typisch sind etwa 15 bis 65 Euro. Prüfe die aktuelle Gebühr auf der Amtsseite deines Gewerbeamts.
WKO oder Gewerbeamt – wer ist zuständig?
In Österreich nimmst du die Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde vor (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat oder Magistratisches Bezirksamt). Die WKO berät und kann das Gründerservice nutzen – sie ist nicht die Anmeldestelle. In Deutschland meldest du beim Gewerbeamt deiner Stadt oder Gemeinde an; die IHK oder Handwerkskammer wird danach automatisch unterrichtet.
Was ist der Kleinunternehmer?
In Deutschland kannst du unter den Voraussetzungen des § 19 UStG als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreit sein – die genauen Umsatzgrenzen stehen im Gesetz und ändern sich gelegentlich. In Österreich gibt es eine vergleichbare Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer. Ob sie für dich passt, hängt von Umsatz, Kunden (B2B mit UID) und deiner Buchhaltung ab – im Steuerrechner und Magazin findest du die Einordnung.
GmbH oder Einzelunternehmen?
Als Solo startest du meist mit Einzelunternehmen oder eingetragener Firma (e.K.) – günstig und schnell. Eine GmbH (in AT: FlexCo nur wenn sie wirklich günstiger ist) bringt Haftungsgrenzen, aber Notar, Handelsregister, Stammkapital und laufende Kosten. Für viele Nebengewerbe und Freelancer reicht das Einzelunternehmen; bei hohem Risiko oder Investoren kann eine Kapitalgesellschaft sinnvoll sein.
Brauche ich ein Geschäftskonto?
In Deutschland ist es für GmbH und UG Pflicht; für Einzelunternehmer und Freiberufler empfehlen Steuerberater und Finanzamt eine saubere Trennung – gesetzlich oft nicht zwingend, aber praktisch fast immer sinnvoll. In Österreich gilt Ähnliches: Trennung erleichtert Buchhaltung, UID-Meldungen und Nachweise. Geschäftskonto-Vergleiche findest du in der Rubrik Steuern.
