Nvidia Microduck: Die 399-Dollar-Roboter-Ente, die Jensen Huang in Berlin zeigte
rieder-enterprises · 23. Oktober 2026 · Aktualisiert 23. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit
GTC Berlin, 21. Oktober 2026: Vier Microducks auf der Bühne. Die 25-cm-Ente kostet 399 Dollar und lernt Laufen in der Simulation mit Nvidia-Software.

GTC Berlin, 21. Oktober 2026: Vier Microducks auf der Bühne. Die 25-cm-Ente kostet 399 Dollar und lernt Laufen in der Simulation mit Nvidia-Software.
Hardware-Hype von Depot trennen
Eine 399-Dollar-Demo-Ente ist kein Anlageprodukt. Wer Nvidia als Einzelaktie hält, notiert eher Cloud-GPUs und Software-Umsätze als Spielzeug-Robotik – und hält das Klumpenrisiko bewusst klein.
ETF-Sparplan verstehen →Vier gelbe Roboter-Enten liefen am 21. Oktober 2026 ins Berliner Tempodrom – Jensen Huangs GTC-Berlin-Schluss und ein Ausblick auf günstige physische KI. Microduck kostet 399 US-Dollar vor Steuern und Versand, kommt vom Bordeaux-Robotik-Team Pollen Robotics bei Hugging Face und trainiert Bewegungen zuerst in Nvidia-Simulation. Mehr zum politischen Rahmen in Berlin lesen Sie im Bericht zum Invest-in-Germany-Summit mit Merz und Nvidia; RTX Spark und GTC-Termine ordnen wir unter GTC Berlin und RTX Spark ein.
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Was ist Microduck?
Microduck ist ein kleiner, zweibeiniger Roboter in Entenform. Entwickelt hat ihn Pollen Robotics, das in Bordeaux ansässige Robotik-Team bei Hugging Face. Der Software-Stack ist Open Source: SDK, Simulation und Trainings-Tools – die mechanischen und elektronischen Designdateien sind es nach Angaben des Herstellers nicht.
Die Tabelle fasst Preis, Hardware und Lieferfenster zusammen. Wichtig: 399 Dollar sind Einführungspreis der Vorbestellung, nicht automatisch der Endpreis in Euro inklusive Steuern und Versand.
Wo wurde Microduck gezeigt? Jensen Huangs GTC-Berlin-Keynote
Nvidia-Chef Jensen Huang beendete seine Keynote auf der GTC Berlin am Mittwoch, 21. Oktober 2026, im Berliner Tempodrom mit vier Microducks. Laut NDTV Profit liefen die Roboter selbstständig auf die Bühne. Huang ließ sie sitzen und wieder aufstehen. Als er ihnen eine „Nap“ befahl, legten sich drei sofort hin – der vierte lief noch ein paar Schritte weiter, bevor er sich dazulegte.
Vor dem Auftritt zeigte Huang ein Video: Ein KI-Agent entwarf einen Parcours, ließ eine virtuelle Ente in Isaac Sim laufen, schickte das schwere Training in die Cloud und prüfte das Ergebnis auf einem RTX-Spark-Laptop. Huang sagte zu den Enten laut NDTV Profit: „You were created on RTX Spark … [we] trained you in the cloud on a whole bunch of NVIDIA supercomputers, and you learned your skills right here on RTX Spark and the digital twin.“ Sein Schlusssatz: „Everybody can build agents.“
Die RTX-Spark-Laptops kamen laut NDTV Profit eine Woche vorher auf den Markt; Huang nannte 1 Petaflop Rechenleistung und 128 GB Speicher.
Wie lernt die Ente laufen? Sim-to-Real mit Isaac Lab und Newton
Am 21. Oktober 2026 veröffentlichten Nvidia und Hugging Face eine Anleitung: Microduck wird mit Isaac Lab 3.0 und der Physik-Engine Newton in der Simulation trainiert. Tausende virtuelle Enten üben parallel auf der GPU. Danach wird die gelernte „Policy“ als ONNX-Datei exportiert und auf den echten Roboter geladen.
Die Policy verarbeitet 61 Messwerte und steuert 14 Gelenkpositionen. Damit das in der echten Welt klappt, variiert das Training Masse, Bodenreibung, Akkuspannung, Verzögerungen und das Spiel in den Getrieben („Domain Randomization“). Mit 16 GPUs erreichte Nvidia bis zu 1,25 Millionen Simulationsschritte pro Sekunde. Eine Mindest-Hardware nennt die Anleitung laut TechRepublic nicht. In der Demo steht die echte Ente nach einem Sturz wieder auf. Fertige Policies lassen sich auf dem Hugging Face Hub teilen und in der „Microduck Arena“ vergleichen.
Warum die kleine Ente viel verändern kann
Physische KI wird billig: Bisher brauchte Robotik-Forschung teure Hardware. Eine 399-Dollar-Plattform mit offener Software senkt die Einstiegshürde für Schulen, Studierende und Start-ups deutlich.
Training wird Software: Neue Bewegungen entstehen nicht mehr durch Handprogrammierung, sondern durch Üben in der Simulation. Wer eine gute Policy baut, kann sie mit anderen teilen – ähnlich wie KI-Modelle heute.
Europa als Robotik-Standort: Pollen Robotics baut laut Presseunterlagen in Bordeaux und ist seit April 2025 das Robotik-Team von Hugging Face. Huang sagte laut Reuters in Berlin: „Every company in Europe will become an AI company.“ Europas Stärke in Mechatronik und Präzision sei ein Vorteil bei physischer KI. Nvidia hat laut eigenen Angaben fast 10 Milliarden Dollar für Europas Tech-Ökosystem zugesagt und über 12.000 Partnerschaften in Europa. Reuters berichtet zudem, dass das deutsche Unternehmen Agile Robots mit Nvidia im nächsten Jahr 1.000 bis 2.000 kleine Humanoide bauen will.
Jobs: Wer Simulation, Reinforcement Learning und Robotik versteht, lernt Fähigkeiten, die in Industrie und Forschung gefragt sind. Microduck ist ein günstiger Weg, das praktisch zu üben.
Microduck selbst ist kein Börsenthema: Pollen Robotics ist nicht börsennotiert, und mit 399 Dollar pro Gerät geht es nicht um große Umsätze. Spannend ist das Muster dahinter: Nvidia verdient am Training – an GPUs in der Cloud, an Laptops wie RTX Spark und an Software wie Isaac Lab. Laut Reuters hat Nvidia ein kommerzielles Interesse daran, dass Europas Robotik-Branche wächst.
Was bedeutet das für Anleger?
Nur zur Bildung – keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Die Nvidia-Aktie schloss laut TokenPost am 21. Oktober 2026 rund 2,3 % höher bei 221,46 Dollar (Vortag: 216,47 Dollar). Ein einzelner Kurstag sagt wenig über die Zukunft. Kurse schwanken stark; Einzelaktien können auch deutlich fallen.
Felix und die Redaktion geben keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Nvidia oder anderen Werten. Zitate Huang in englischer Originalsprache laut Quellen. Weitere Meldungen unter News.
NewsJetzt selbst rechnen: Marktüberblick →Microduck – öffentlich genannte Kennzahlen (Stand Oktober 2026)
| Punkt | Angabe | Quelle |
|---|---|---|
| Preis | 399 US-Dollar vor Steuern und Versand (Einführungspreis Vorbestellung) | Pollen Robotics, TechRepublic |
| Vorbestellung | offen seit 27. August 2026 | Pollen Robotics |
| Lieferung | erste Auslieferungen angepeilt vor Weihnachten 2026 (Nordamerika, Europa, UK) – Ziel, keine Garantie | TechRepublic |
| Größe / Gewicht | 25 cm, unter 800 g | Pollen Robotics |
| Motoren | 15 | Pollen Robotics |
| Sensoren | Kamera, LiDAR, zwei IMUs (Bewegungssensoren) | Pollen Robotics |
| Fähigkeiten ab Werk | 7 trainierte Bewegungen, z. B. Laufen, Sitzen & Aufstehen, Kicken, Greifen mit dem Schnabel, Rollschuhfahren, Aufstehen nach Sturz | Pollen Robotics |
| Steuerschleife | 50 Hz | Pollen Robotics |
| Farben | vier Varianten | Pollen Robotics |
Quellen
- Hugging Face / Nvidia: Train in Simulation, Deploy on a Real Robot: Microduck with Isaac Lab 3.0 (21.10.2026) ↗
- Pollen Robotics: Microduck Produktseite ↗
- Pollen Robotics: Microduck Press Kit (Fact Sheet & Fotos) ↗
- TechRepublic: Nvidia Teaches a $399 Duck Robot to Walk Using AI (23.10.2026) ↗
- NDTV Profit: Microducks Steal The Show At NVIDIA's GTC Berlin Keynote ↗
- Nvidia Blog: GTC Berlin 2026: Live Updates (21.10.2026) ↗
- Reuters via Investing.com: Nvidia's Huang hails Europe's AI potential, flanked by robot ducks (21.10.2026) ↗
- TokenPost: NVIDIA Shares Close 2.3% Higher During GTC Berlin Conference (22.10.2026) ↗
Häufige Fragen
Was kostet Microduck?
399 US-Dollar vor Steuern und Versand (Vorbestellpreis).
Wann wird geliefert?
Angepeilt sind erste Lieferungen vor Weihnachten 2026 in Nordamerika, Europa und UK – ohne garantiertes Datum.
Hat Nvidia Microduck gebaut?
Nein. Gebaut hat ihn Pollen Robotics als Robotik-Team von Hugging Face. Nvidia liefert die Trainings-Software (Isaac Lab, Isaac Sim, Newton) und zeigte die Enten auf der GTC Berlin.
Kann ich ohne Roboter starten?
Ja. Die Software ist schon verfügbar; man kann in der Simulation trainieren, bevor die Hardware ankommt.
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