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Selbstständig

Einzelunternehmen, e.K. oder GmbH: Die günstige Rechtsform für Solos

Redaktion · 15. August 2026

Einzelunternehmen, e.K. oder GmbH: Die günstige Rechtsform für Solos – Illustration zur Rubrik Selbstständig
Was Einzelunternehmen und eingetragene Firma kosten, wann eine GmbH (oder FlexCo in AT) wirklich Sinn macht – und was digitale Selbstständigkeit an Rechnungen und Kleinunternehmer braucht.
Empfehlung der Redaktion

Fixkosten zuerst

Liste Anmeldung, Register, Kammerbeitrag und Buchhaltung für zwölf Monate – nur dann siehst du, ob GmbH oder FlexCo wirklich günstiger ist als Einzelunternehmen.

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Die günstige Rechtsform für den Start ist meist das Einzelunternehmen – in Deutschland ohne Handelsregister, in Österreich als natürliche Person mit Gewerbeberechtigung. Du haftest mit deinem Privatvermögen, aber Anmeldung und laufender Aufwand bleiben niedrig. Die eingetragene Firma (e.K. in DE, eingetragener Einzelunternehmer in AT) bringt einen formalen Firmennamen im Handelsregister – mit Notar- und Registerkosten, die je nach Bundesland variieren; prüfe die aktuelle Gebühr auf der Amtsseite.

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GmbH und FlexCo nur mit echtem Grund. Eine GmbH trennt Haftung und braucht Stammkapital, Notar, Handelsregister und laufende Pflichten (Buchhaltung, Jahresabschluss). In Österreich wurde die FlexCo als leichtere Kapitalgesellschaft eingeführt – sie kann für manche Gründer günstiger sein als eine klassische GmbH, ist aber nicht automatisch die billigere Solo-Option. Für Nebengewerbe, Freelancer und kleine Dienstleister reicht oft das Einzelunternehmen.

Geschäftskonto: empfohlen, nicht immer Pflicht. In Deutschland ist es für GmbH/UG Pflicht; für Einzelunternehmer raten Finanzamt und Steuerberater zur Trennung. In Österreich erleichtert ein separates Konto die Buchhaltung und Nachweise zur UID. Vergleiche findest du in der Rubrik [Steuern](/steuern) – ohne Werbung auf unseren Buttons, Partnerlinks nur in den Vergleichstabellen.

Rechnungen und Kleinunternehmer. Sobald du Umsatz machst, brauchst du korrekte Rechnungen mit den Pflichtangaben deines Landes. In Deutschland kann die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG von der Umsatzsteuer befreien, wenn die gesetzlichen Umsatzgrenzen eingehalten werden – die genauen Beträge stehen im Umsatzsteuergesetz und können sich ändern. In Österreich gibt es eine vergleichbare Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer. B2B-Kunden mit UID erwarten oft eine korrekte Umsatzsteuer-Ausweisung.

Versicherungen nicht vergessen. Betriebshaftpflicht, Berufsunfähigkeit und je nach Tätigkeit Cyber- oder Vermögensschaden – die Prioritätentabelle in [Versicherungen](/versicherungen) hilft, ohne Verkaufsdruck zu sortieren.

Nächster Schritt. Wenn die Rechtsform steht: [Gewerbeanmeldung DE/AT](/magazin/selbststaendig/gewerbeanmeldung-de-at) erledigen, dann Steuerschätzung im [Steuerrechner](/steuern) und Budget für die ersten Monate planen.

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Typische Startkosten – Orientierung, keine verbindliche Gebührenliste

RechtsformAnmeldung / RegisterLaufender Aufwand
Einzelunternehmen (DE)Gewerbeamt: prüfe Amtsseite (oft ca. 15–65 €)EÜR, IHK/HWK je nach Ort
Einzelunternehmen (AT)Gewerbeanmeldung: bundesweit gebührenfrei (§ 333a)Buchhaltung, Kammer, SVS
e.K. / eingetragener EU (AT)Register + Notar: prüfe AmtsseiteWie Einzelunternehmen + Register
GmbH / FlexCoNotar, Register, Stammkapital – prüfe AmtsseitenJahresabschluss, laufende Gesellschaftskosten

Quellen

Häufige Fragen

Wo melde ich ein Gewerbe in Österreich an?

Bei der zuständigen Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat oder Magistratisches Bezirksamt) – elektronisch über GISA oder USP oder mit Beratung über das WKO-Gründerservice.

Was kostet die Gewerbeanmeldung in Deutschland?

Die Verwaltungsgebühr legt deine Kommune fest – typisch etwa 15 bis 65 Euro. Prüfe die aktuelle Gebühr auf der Website deines Gewerbeamts.

Brauche ich als Freelancer ein Gewerbe?

In Deutschland nicht, wenn deine Tätigkeit unter die Freiberufler-Liste in § 18 EStG fällt – dann meldest du dich beim Finanzamt. In Österreich hängt es von der konkreten Tätigkeit und Gewerbeordnung ab; die WKO hilft bei der Abgrenzung.